Family-Relations-Test (Bene und Anthony, 1957)

Dieser Test ist kann hinsichtlich seiner Gütekriterien mit dem Familien-Beziehungs-Test (nach Howells und Lickorish) verglichen werden.

Erläuterung

Bei diesem Test soll das Kind aus einer Reihe von Bilderkarten diejenigen wählen, die seine Familienmitglieder abbilden könnten. Anschliessend soll das Kind diesen Personen Karten zuordnen, die Aussagen über positive und negative (ausgehende und empfangene) Gefühle enthalten. Die Auswertung soll das Beziehungsmuster der Familie aus der Sicht des Kindes darstellen.

Beelmann referierte bei der Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. in Leipzig im Jahre 1995 "neuere Untersuchungen mit dem Family Relations Test". Im Rahmen seines Vortrages und der anschliessenden Diskussion bezeichnete Beelmann den Umgang mit diesem Verfahren in der diagnostischen Praxis als "haarsträubend".

Einige Gutachter geben das Ergebnis dieses Tests lediglich in Form einer Tabelle wieder, ohne weitere Interpretationen. Im Gegensatz dazu lassen sich andere Gutachter zu waghalsigen Interpretationen hinreissen und verdrehen die "Ergebnisse" dieses Tests in jede beliebige Richtung.