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Robert
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Robert
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Robert
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Geschrieben:
26.09.2008 12:44 |
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ADHS: Psychotherapeutenkammer kritisiert Verschreibungspraxis der Ärzte
Donnerstag, 25. September 2008
Berlin – Häufig falsch behandelt werden Kinder und Jugendliche mit
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) nach
Auffassung der Bundespsychotherapeutenkammer. Ein Drittel der Kinder
und Jugendlichen, bei denen ADHS diagnostiziert werde, erhalte keine
spezifische Behandlung, über 40 Prozent bekämen eine Monotherapie mit
Psychostimulanzien.
„Bei ADHS werden viel zu oft und zu schnell Medikamente
verschrieben“, sagte der Präsident der Kammer, Rainer Richter, am 24
September in Berlin. Diese einseitige medikamentöse Behandlung sei
nicht fachgerecht.
Die Diagnose ADHS wird bei Kindern mit Eintritt ins Schulalter
immer häufiger gestellt. Vor allem Jungen fallen dann durch
Hyperaktivität oder Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen auf.
Bei den 11- bis 14jährigen erkrankt jeder zehnte Junge an ADHS, aber
nur jedes 43. Mädchen.
„Eine sorgfältige Untersuchung von ADHS benötigt mehr Zeit, als
sich viele Haus- und Kinderärzte nehmen“, sagte Richter. Spezialisten
benötigten für eine gründliche Anamnese mehrere Stunden, in denen sie
ausführlich mit den Eltern und altersabhängig auch mit dem Kind
sprechen und beide beobachteten. Dabei kämen zusätzlich spezielle
Testverfahren zum Einsatz.
Wichtig sei auch, Informationen vom Kindergarten oder der Schule
einzuholen. Aber für eine solche leitliniengerechte Versorgung fehlten
bundesweit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. ©
hil/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33829
Robert
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Robert
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Beiträge: 219
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Geschrieben:
15.10.2008 08:01 |
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ADHS: Krankenkasse stellt Versorgungsdefizite fest
Dienstag, 14. Oktober 2008
Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die unter einer
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, ist nicht
schlecht, aber deutlich verbesserungsfähig.“ Häufig würden zu früh oder
zum falschen Zeitpunkt Medikamente verschrieben. Das ist das Fazit, das
Rolf-Ulrich Schlenker, Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse
(GEK), aus dem ADHS-Report der GEK zog.
Er forderte am Dienstag in Berlin, Eltern und Lehrer stärker in die
Behandlung einzubinden. Der Report fasst Ergebnisse einer Eltern- und
Behördenbefragung sowie Verordnungsanalysen der Universität Bremen
zusammen. Befragt wurden 5.108 GEK-versicherte Eltern mit einem Kind
zwischen sechs und 18 Jahren, die mindestens ein Rezept für ein
ADHS-typisches Medikament eingelöst hatten. 2.298 Eltern beantworteten
den Fragebogen der Bremer Wissenschaftler. Das entspricht einer
Rücklaufquote von 45 Prozent.
90 Prozent der Eltern gaben an, dass ihr Kind mit dem Schuleintritt
aufgrund seiner Erkrankung massive Probleme bekam. Parallel dazu stieg
die Zahl der ärztlichen ADHS-Diagnosen. Eine Befragung der
Schulbehörden ergab, dass Lehrer nur selten im Umgang mit betroffenen
Kindern unterstützt werden. Aber auch für Eltern und Kinder fiel die
Beratung mäßig aus.
Der Befragung zufolge erhielten 74 Prozent der Eltern Unterstützung
in Erziehungsfragen, 60 Prozent der Kinder wurden darüber beraten, wie
sie mit Problemen umgehen können. Wie die Eltern angaben, zeigten
Medikamente die beste Wirkung, zugleich bestätigte mehr als die Hälfte
von ihnen dauerhafte Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit,
Schlafbeschwerden, erhöhten Blutdruck, Müdigkeit oder Schwindel. Nur
ein Fünftel der Kinder hatte zu Beginn der Behandlung den empfohlen
wöchentlichen Arztkontakt. Eine ergänzende Verhaltenstherapie erhielten
nur 27 Prozent der Kinder.
Auch der Mitautor der Studie, Gerd Glaeske vom Zentrum für
Sozialpolitik der Universität Bremen, bestätigte: „ADHS ist eine Domäne
der Arzneimitteltherapie“. Die Verordnung von Psychostimulanzien für
Kinder und Jugendliche nehme stetig zu. Seit 1990 seien die
Tagesdosierungen um 150 Prozent gestiegen. Außerdem zeigten sich
bundesweit auffällige Verteilungsmuster nach Alter, Geschlecht und
Region.
So würden Jungen viermal so häufig behandelt wie Mädchen. Auch die
regionalen Unterschiede seien beachtlich. „Ein dichtes regionales
Angebot an Kinder- und Jugendpsychiatern oder spezialisierten
Kinderätzen sowie eine allzu willige Verordnungsweise mögen hier und da
zu Über- und Fehlversorgung führen“, sagte Glaeske. Zugleich gebe es
aber in anderen Regionen auch Hinweise auf eine Unterversorgung.
Um die Situation ADHS-kranker Kinder zu verbessern, verspricht sich
GEK-Vorstand Schlenker viel von einer stärkeren Vernetzung. Mit der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung verhandle man derzeit über einen
Versorgungsvertrag, der auch die Psychotherapie mit einbeziehe.
Da ADHS zu einer der Erkrankungen gehört, die beim
morbiditiätsorientierten Risikostrukturausgleich zwischen den
Krankenkassen berücksichtigt werden, und sich obendrein künftig auch
die Honorarzuwächse der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte an der
Morbidität orientieren werden, ist es nach Ansicht von Schlenker umso
wichtiger, dass die Diagnose „ADHS“ leitliniengerecht gestellt wird. ©
HK/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34040
Robert
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Robert
Forenprofi

Beiträge: 219
Ort:
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Geschrieben:
17.10.2008 08:10 |
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Effektstärke von 20 Minuten Parkspaziergang vergleichbar mit der einer üblichen Dosis von Ritalin .
ADHS: Parkspaziergang bessert Konzentration
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Urbana-Champaign – Der Aufenthalt in der Natur verbessert die
Konzentrationsleistungen von Kindern mit einem
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). In einer kontrollierten Studie im
Journal of Attention Disorders (2008; doi: 10.1177/1087054708323000)
erzielte ein zwanzigminütiger Spaziergang im Park in etwa die Wirkung
einer medikamentösen Behandlung.
Das Landscape and Human Health Laboratory in Urbana-Champaign,
einer Universitätsstaat im Mittleren Westen der USA, gehört zu den
ungewöhnlichen Forschungsinstituten des Landes. Frances Kuo und Andrea
Faber Taylor erforschen mit wenigen Mitarbeitern die Auswirkungen der
Natur auf die menschliche Gesundheit.
Einer der Schwerpunkte der Arbeit ist das
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, das die beiden Forscherinnen bereits in
einer früheren Arbeit mit dem Mangel an frischer Luft und Bewegung in
der Natur der Kinder in Verbindung gebracht hat, die heute mehr Zeit
vor dem Fernseher oder Computer als im Freien verbringen.
Damals hatten die Forscher 490 Eltern von Kindern gefragt, welche
Aktivitäten nach der Schule und am Wochenende sich günstig oder
ungünstig auf die Symptome ihrer Kinder auswirken. Die einhellige
Meinung war, dass der Aufenthalt im Grünen ihren Kindern am besten
bekomme (American Journal of Public Health 2004; 94: 1580-1586).
Dies war Anlass für eine kleine Studie, in der 17 Kinder mit AHDS
im Alter von sieben bis zwölf Jahren drei unterschiedlichen
Umwelteinflüssen ausgesetzt wurden. Dies waren jeweils zwanzigminütige
Spaziergänge, die im Abstand einer Woche stattfanden und die immer mit
der gleichen Begleitperson durchführt wurden.
Der Weg führte entweder in die Innenstadt (wo die Schaufenster der
Geschäfte die Aufmerksamkeit der Kinder ablenken), um den Wohnblock (wo
man vielleicht Freunde traf) herum oder in einen Park (was für die
Kinder eher gelangweilt haben dürfte). Danach mussten die Kinder einen
einfachen Konzentrationstest absolvieren. Beim Digit Span Backwards
müssen sie eine Reihenfolge von Zahlen, die ihnen der Untersucher
nennt, in umgekehrter Reihenfolge wiederholen.
Die besten Ergebnisse erzielten die Kinder nach den (wenig
aufregenden, aber offenbar erholsamen) Spaziergängen im Park. Die
Effektstärke war nach Auskunft von Faber Taylor und Kuo durchaus der
einer üblichen Dosis von Methylphenidat vergleichbar. Die Autoren raten
den betroffenen Eltern, es durchaus einmal mit einer „Dosis Natur“ zu
versuchen, auch wenn die Studie natürlich nicht beweisen kann, dass
dadurch eine Pharmakotherapie vermieden werden kann.©
rme/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34075
Robert
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Papa09
Autor

Beiträge: 6
Ort:
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Geschrieben:
05.11.2008 14:02 |
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ähmm,
hab mal so eine "dummie" Frage, ob die jemand beantworten könnte.
Wenn mein Bengel statt Concerta 36 mg, einfach den nächsten Tag
Ritalin 56 mg kriecht, wäre das gesundheitsgefährdend???
Angeblich der gleiche Wirkstoff, nur anderen Hersteller und soooo "
verträglich", so die Psychiaterin. Die ist zwar nett, aber das glaub
ich net.
Wo könnte ich das erfragen??? oder eine Antwort finden???
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A.U.
Autor

Beiträge: 148
Ort:
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Geschrieben:
05.11.2008 15:48 |
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Quote:
Wenn mein Bengel statt Concerta 36 mg, einfach den nächsten Tag
Ritalin 56 mg kriecht, wäre das gesundheitsgefährdend???
Psychopharmaka wirken immer direkt auf das Gehirn und daher muss
man sie langsam "ausschleichen", sonst tickt das Gehirn aus, weil der
Wirkstoff plötzlich fehlt. Einfach so ein Medikament gegen ein anderes
von jetzt auf gleich auszutauschen is' nich! Bei Psychopharmaka immer
eine mehrwöchige Medikamentenpause einlegen, wenn das Präparat oder der
Wirkstoff gewechselt werden soll.
Tipp: Such Dir einen altgedienten Kinderarzt, der diesem ganzen
ADHS-Schwachsinn kritisch gegenüber steht. Der Ritalinwirkstoff steht
im Verdacht, Hodenkrebs zu verursachen oder an dessen Enstehung
zusammen mit anderen Faktoren beteiligt zu sein. Keine schöne
Vorstellung für Väter...! Ein kritischer Kinderarzt wird Ritalin nur in
Fällen verschreiben, wo ADHS unzweifelhaft nachgewiesen ist.
Und dann, ab ins Grüne! Siehe Beitrag von Robert vom 17.10.
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